Zombies: Schwarzenegger im Zombie-Drama

Zombies: Schwarzenegger im Zombie-Drama

Wer hätte das gedacht, auf seine alten Tage stellt der Terminator Arnold Schwarzenegger auch noch einmal in einer gefühlvollen Rolle sein Können als Schauspieler unter Beweis.

Der Action-Darsteller (Conan, Last Action Hero, True Lies) begibt sich diesmal auf die Spuren eines Vaters dessen Tochter sich in einer absolut ungewöhnlichen Situation befindet. Nach der Infizierung eines Zombie Virus beschreitet sie den allseits bekannten Weg der lebenden Untoten. Doch bis es soweit ist kommt die eigentliche Geschichte in eher ruhigeren Momenten in Fahrt.

Eine bekannte Geschichte wird neu erzählt

Die Geschichte auf die der Film basiert erfindet das Rad natürlich nicht neu. Eine große Zombie-Epidemie rafft die halbe Bevölkerung der USA dahin und fortan schlagen sich die Menschen mit dem Ergebnis in Form von Zombies herum. Wer hier allerdings einen typischen Story-Verlauf a la Walking Dead erwartet liegt vollkommen falsch.

Der Film setzt vielmehr auf Drama und Emotion. Überraschenderweise wendeten die Drehbuchschreiber nicht das Klischee der apokalyptischen und unlösbaren Invasion von Zombies an, sondern ließen die Regierung ein Mittel erfinden das dabei helfen sollte den Virus einzudämmen und die Menschheit vom Zombie-Dasein zu befreien. Mit realistischen Mitteln versucht der Film dies in verständlichen Bildern rüber zu bringen. Maggie, Namensgeberin des Filmes und zugleich Filmtochter von Schwarzenegger, zählt zu einem der letzten Menschen die leider vom Virus der Zombies infiziert wurden und nun mit den Folgen des ganzen zu kämpfen hat.

Eine Alternative zu klassischen Zombie-Filmen

Anders als in vielen klassischen Vertretern des Genres, dauert die Verwandlung von Mensch zum Zombie in „Maggie“ bis zu ganzen sechs Monaten. Die infizierten Menschen sind sich dementsprechend über ihr Schicksal bewusst und siechen in sicherer Garantie ihrem Ende dahin. Wade (Arnold Schwarzenegger) möchte die letzte Zeit hingegen mit seiner Tochter genießen. Auf einer einsamen Farm warten beide nun auf das unausweichliche Ende und lassen diesen Film schnell in das Genre des Dramas einschwenken.

Seit dem 28. August ist der spannende Endzeit Film auch bei uns zu Lande in den Videotheken auf DVD und auf Blu Ray erhältlich und wird für einige gefühlvolle Momente sorgen. Wer schon immer mal wissen wollte was der Terminator abseits seiner bekannten Rollen an schauspielerischen Qualitäten mitbringt, sollte dem Film „Maggie“ unbedingt eine Chance geben. Auch Menschen die vorher nicht viel mit Zombie Filmen oder klassischen Vertretern des Horror-Genres anfangen konnten, werden mit „Maggie“ ihre Freude haben.

Das knappe Fazit zu „Maggie“

Eins steht bereits jetzt fest, der Film spaltet die Fans von Arnie und die klassichen Fans des Zombie Genres. Für viele beinhaltet der Film eine zu emotionale und ruhige Geschichte die in langsamen Schnitten aber tollen Bildern dem Zuschauer näher gebracht wird. Andere hingegen sehen genau in diesem Punkt die Stärken dieses Werks das einen erfrischend anderen Weg einschlägt und dadurch zumindest für eine Sichtung und gute Unterhaltung an einem verregneten Sonntagnachmittag garantieren kann.

Wer Filme wie „Warm Bodies“ mochte, hier aber zuviel Klamauk und Comedy-Aspekte zu verdauen hatte, der wird in „Maggie“ erst recht eine kleine unterschätzte Perle Hollywoods entdecken. Das kurzweilige Vergnügen bringt zwei Generationen von Film-Fans zusammen.

Agnes Fischer
Agnes Fischer
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